Ho'oponopono, Vergebungsritual,

Ho'oponopono das kurze, hawaiianische Vergebungsritual

Althergebrachte, manchmal über Jahrhunderte bewährte Methoden, werden überarbeitet und der neuen Zeit angepasst. Ich kam zum ersten Mal zu den Informationen über Ho'oponopono, als ich an einem weiteren Wendepunkt meines Lebens stand. Ich wollte und musste - für mich - vergeben und frieden mit mir und den Betroffenen schliessen. Mittlerweile gibt es sehr viel Information auf dem Netz darüber und ich selbst setze es in einer etwas abgewandelten Form immer wieder auch mit meinen Klienten ein. Aber was ist "Ho'oponopono" und was bewirkt es? Es ist in erster Linie ein Vergebungsritual, welches Situationen und Dinge wieder "gerade" rückt.

Und das sind die Kernsätze: 

I am sorry 

Please forgive me

I thank you 

I love you!

Zu deutsch: Es tut mir leid - Bitte vergib mir - Ich liebe dich - Danke


 

Als ich dieses kleine Ritual mit einem meiner Themen zum ersten Mal durchführte, sass ich da und meine Tränen liefen mir die Wangen hinunter. Es war "Vergebung" aber was ich noch viel mehr spürte war: Ich liebe dich! Diese drei Worte, an mich selbst gerichtet, kamen in meinem Herzen, bei meinem inneren Kind an und "Wir" weinten. Ich war tief berührt und überrascht, hatte eine solche Reaktion nicht erwartet. Seit diesem Zeitpunkt wende ich diese Worte/Sätze regelmässig dann an, wenn in meinem Inneren Unruhe herrscht. Das können treibende Gedanken, unterdrückter Frust, Selbstvorwürfe und vieles mehr sein. 

Wichtig zu wissen: Wir entschuldigen uns nicht etwa bei einem Menschen oder für eine Situation, sondern bei unserem inneren Wesen/Kind.  Je näher wir (mein Verstand und mein inneres Kind) uns fühlen - umso weniger suchen wir Menschen, die  unsere innere leere oder Distanz überbrücken sollen. Es ist die Distanz zwischen dem bewussten Ich und dem inneren Kind. Mehr darüber in einem anderen Artikel. 

Was ist das Ziel von Ho'oponopono? Wie bereits erwähnt, Vergebung. Eine Situation oder auch Gedanken/Gefühle wieder gerade rücken und dadurch das innere Kind, beruhigen. Seine Sorgen und Ängste bewusst wahrnehmen und annehmen. Diese inneren Konflikte entstehen häufig auf Grund von Erlebnissen, die in der Vergangenheit liegen. Wir reagieren darauf und können oft nicht erklären, was unsere Reaktion heute ausgelöst hat. 

Mit Ho'oponopono belastende Emotionen, frühkindliche Verletzungen oder rote Knöpfe, aber auch einschränkende Muster und Überzeugungen Löschen. 


Wie ich Ho'oponopono anwende

Ich habe zum Beispiel Gedanken und Emotionen, die mich entweder belasten oder immer wieder aufsuchen. Wenn der Punkt gekommen ist, an dem ich sie bewusst wahrnehme, und das ist immer eine Entscheidung, nehme mir Zeit und  lasse sie kommen. Ich höre meinen Gedanken und Emotionen bewusst zu. Fühle mich in sie ein und spreche zu meinem inneren Wesen/Kind wie folgt:

Danke,

dass Du mich auf deine Ängste, (können auch Probleme, Gedanken oder andere Emotionen sein) aufmerksam gemacht hast. (damit anerkenne ich ihre Existens und verdränge sie nicht weiter)

Es tut mir leid,

dass ich dich so lange damit alleine gelassen habe. 

Bitte vergib mir

Ich wusste es zu diesem Zeitpunkt nicht beser, aber jezt gehe ich neue Wege und habe daraus gelernt (hier kommt je nach Situation eine kurze Erklärung was ich von nun an besser mache)

Danke 

für deine Mithilfe und Geduld

und

ICH LIEBE DICH

ES IST VOLLBRACHT 

Ich verwende "Danke" zwei Mal, denn ich spreche damit bewusst mein inneres Wesen, mein inneres, emotionales Kind an und bedanke mich für die Mitarbeit und das Verständnis. Es ist vollbracht schliesst das Ritual ab. Nähere Erklärung dazu siehe unten. 

 


 

Wie es zum heutigen Ho'oponopono kam

Nach Morrnah Simeona

 

Morrnah Simeona (1913–1992), eine indigene kahuna lāʻau lapaʻau, passte das traditionelle hoʻoponopono den gesellschaftlichen Realitäten der heutigen Zeit an, indem es nunmehr jeder allein durchführen kann. Obwohl im Wesentlichen nur aus einer bestimmten Gebets- und Atmungsabfolge bestehend, erweiterte sie es unter Beachtung der hoʻoponopono-Definition von Mary Kawena Pukui sowohl zu einem allgemeinen Problemlösungsverfahren als auch zu einer psychospirituellen Selbsthilfe-Therapie. Da sie selbst sowohl traditionell hawaiisch als auch christlich beeinflusst aufwuchs und sich später zudem mit fernöstlichen Religionen und dem Medium Edgar Cayce befasste, kann ihre hoʻoponopono-Version als synkretistische Schöpfung aufgefasst werden.

Ihre Lehre beinhaltet: Es gibt einen göttlichen Schöpfer, der sich um altruistische Bitten kümmere: „Wenn der Satz ‚Und es ist vollbracht‘ nach solch’ einem Gebet benutzt wird, dann bedeute es, dass des Menschen Arbeit endet und Gottes beginnt. „Selbst-Identität“ liege vor, wenn die drei Selbste Wach-, Unter- und Überbewusstsein (beim Strukturmodell der Psyche, 2. Topik, mit Ich, Es und Über-Ich bezeichnet) im Gleichgewicht und mit dem Göttlichen Schöpfer verbunden sind. Anders als egoistische Gebete erreichten „altruistische Gebete wie ihr hoʻoponopono, bei denen man auch für die Befreiung anderer Wesen und Gegenstände betet, durch deren hohe Schwingungen die Göttliche Ebene. Von dieser käme das Göttliche Mana“, das die schmerzhaften Teile der Erinnerung bei allen an einem Problem Beteiligten in Reines Licht umwandeln würde, unabhängig davon, auf welcher Ebene sie gerade leben; „alle werden befreit“. Dadurch verlöre das Problem seine Kraft, sich weiterhin zu manifestieren und Heilung oder Wiederherstellung des Gleichgewichts beginnen. Im vorliegenden Sinne ist Simeona’s Mana eine zusätzliche Energie; sie erweitert das Mana der polynesischen Tradition.

Inzwischen besteht eine Ansammlung von Büchern, in denen Morrnah ein Mantra zugeschrieben wird, dass nicht von ihr, sondern von Stanley Hew Len stammt. Morrnah selbst waren Mantras oder Konditionierungsübungen unbekannt. Sie sind auch unhawaiisch.

Nach Hew Len

1992 wurde Simeonas Schüler und Administrator Stanley Hew Len spiritus rector der von ihr gegründeten Organisation. Als Mitautor eines 2007 erschienenen Buches erhebt er den Anspruch, das hoʻoponopono von Simeona zu lehren. Im Gegensatz zu Simeona’s Lehre sagt das Buch jedoch, dass das Hauptziel von hoʻoponopono darin bestehe, den Menschen „in den Nullzustand zu bringen, wo er grenzenlose Möglichkeiten habe, keine Erinnerungen, keine Identität“.Um den „Nullzustand“ zu erreichen, der auf Hawaii unbekannt ist und den Len als „Selbst-Identität“ bezeichnet, könne man vor allem ein Mantra verwenden: „Ich liebe dich. Bitte vergib mir. Es tut mir leid. Danke.“, es sei sein bevorzugter Weg. Len lehrt ferner die Idee der 100%igen Verantwortung, d. h. Verantwortung für jedermanns Handlungen zu übernehmen, nicht nur für die eigenen. Er schreibt, wenn man Verantwortung für das eigene Leben übernimmt, unterliege alles, was man sieht, hört, fühlt oder auf irgendeine Weise erfährt, der Selbstverantwortung, da es durch die Wahrnehmung zum eigenen Leben gehöre. Probleme bestünden nicht in der außerhalb liegenden Realität, sondern innerhalb. Um die Realität zu verändern, müsse der Mensch sich selbst ändern. Vollständige Verantwortung beinhalte, alles Äußere als Projektion aus dem Inneren des Menschen zu betrachten.

Soviel zu "Ho'oponopono". Wenn du noch mehr Informationen über die Geschichte möchtest, das Internet ist voll davon. Ich habe hier die Ausführungen aufgelisted, denen ich folgen kann und hoffe, sie haben dich inspiriert und motiviert, selbst einmal diese Möglichkeit zu testen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und inneren Frieden

Herzlichst, Monika

 

 

 

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